Lohnbestimmung

Beim Lohn kann es durch die Vertragsfreiheit durchaus zu einer strukturellen Ungleichheit zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer kommen.


Bestimmung des Lohnes

Der Lohn ist nach der Vertragsfreiheit frei zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu vereinbaren. Dies muss aber immer mittels Arbeitsvertrag unterzeichnet werden. Es gibt aber Mindestlöhne, an die sich der Arbeitgeber halten muss. Beim Lohnmodell spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle.


Diese Aspekte spielen eine entscheidende Rolle, wenn es um die Höhe des Lohnes geht:
  • Marktsituation
  • Die Fachkenntnisse des Arbeitnehmers
  • Die Belastungen am Arbeitsplatz
  • Die Verantwortung, die getragen werden muss
  • Die Arbeitsbedingungen





Nachteile und Folgen der Vertragsfreiheit

Allerdings muss bedacht werden, dass durch die Vertragsfreiheit auch Niedriglöhne gefördert werden. Durch diese Vertragsfreiheit entsteht zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eine strukturelle Unterlegenheit. Aus diesem Grunde sind auch die Gewerkschaften entstanden, wodurch auch die Durchsetzung von kollektiven Verträgen und Mindestlöhnen erreicht werden konnte. Allerdings muss bedacht werden, dass diese Forderungen immer nur für Mitglieder der Gewerkschaft eingeholt werden können.

Sittenwidrigkeit und Diskriminierungsverbot

Wenn der Lohn mehr als 1/3 unterhalb des üblichen Kollektivvertrages liegt, dann ist die Abmachung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sittenwidrig. So tritt an die Stelle der Abmachung, die übliche Vergütung ein. Auch strafrechtlich kann hier ein Vergehen vorliegen, was auch gesetzlich verfolgt werden kann. Ist allerdings kein Entgelt vereinbart worden, wird der Arbeitnehmer nach der üblichen Taxe der Branche berechnet und bezahlt.

Noch bis vor einigen Jahren fanden sich in den Lohnverträgen vor allem Benachteiligungen bezüglich der Geschlechter. So wurden Frauen mit den gleichen Erfahrungen von Haus aus niedriger mit ihrem Lohn eingestuft als Männer. Heute kann in diesem Bereich aber strafrechtlich vorgegangen werden, da dies gegen das Diskriminierungsverbot verstößt. Allerdings gibt es auch noch heute einen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen. Dies ist aber meist auf die unterschiedlichen Tätigkeiten zurückzuführen.